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Dresdner Schlosskapelle für Öffentlichkeit zugänglich

Nach Jahrzehnten des Wiederaufbaus ist die frühere Gottesdienstkapelle im Dresdner Residenzschloss am Samstag für Besucherinnen und Besucher geöffnet. Fachleute stehen vor Ort für Gespräche zu Bau, Architektur und der musikalischen Tradition der Kapelle bereit, wie das sächsische Immobilien- und Baumanagement als Bauherr am Freitag in Dresden mitteilte. Der Zugang am Tag der offenen Schlosskapelle ist kostenfrei.

Von Mittwoch an kann der rekonstruierte Raum dann im Rahmen von Führungen besichtigt werden. Die Schlosskapelle war am Montag an die Staatlichen Kunstsammlungen Dresden feierlich übergeben worden. Der Museumsverbund will den früheren Sakralraum als Veranstaltungssaal nutzen.

Geplant sind unter anderem Führungen, Konferenzen und Konzerte. Auch Vermietungen seien möglich. Der Wiederaufbau der Kapelle kostete rund zwölf Millionen Euro. Der Rohbau war 1988 fertig. Die Rekonstruktion des mittelalterlichen Schlingrippengewölbes erfolgte von 2010 bis 2013, der weitere Ausbau dann von 2023 an.

Die Schlosskapelle war im 17. Jahrhundert ein Zentrum der evangelischen Kirchenmusik. Viele Werke von Heinrich Schütz (1585-1672) wurden dort uraufgeführt.