Die Staatlichen Kunstsammlungen Dresden widmen dem antiken Helden Herkules von Samstag an eine Ausstellung. Rund 135 Objekte mit vielfältigen Darstellungen der mythischen Gestalt sind bis zum 28. Juni nächsten Jahres in der Gemäldegalerie Alte Meister zu sehen, wie die Kunstsammlungen am Donnerstag in Dresden mitteilten. Darunter seien Skulpturen, Gemälde, Grafiken, Münzen, Rüstungen und Werke der Goldschmiedekunst.
Unter dem Titel „Herkules – Held und Antiheld“ gehe die Ausstellung der Frage nach, warum Herkules über Jahrtausende hinweg eine so faszinierende Figur war und zum Teil bis in die Gegenwart noch sei. Präsentiert werden Kunstwerke von der Antike bis zum Klassizismus sowie einige der Gegenwart.
Die Ausstellung der Dresdner Skulpturensammlung bis 1800 und der Gemäldegalerie Alte Meister zeigt neben Exponaten aus eigenem Bestand Leihgaben, unter anderem aus den Vatikanischen Museen in Rom, dem Prado in Madrid, dem Louvre in Paris sowie der Ny Carlsberg Glyptotek in Kopenhagen.
Herkules (griechisch: Herakles) zähle zu den langlebigsten und populärsten Mythengestalten überhaupt. Als Sohn der Gottheit Zeus und der thebanischen Königsgattin Alkmene war er der Überlieferung nach ein Halbgott mit übermenschlichen Kräften und menschlichen Fehlern.
Zwar habe Herkules oft für das Wohl der Menschheit gekämpft, hieß es. Er sei aber auch Mörder, Vergewaltiger, Trunkenbold und Dieb gewesen. Die Ausstellung informiert auch zu seinem Verhältnis zu Frauen und seinen „antiheldischen Eskapaden“ sowie zu seiner Vorbildrolle für Herrscher.