Die Menschenrechtsorganisation Pro Asyl ist alarmiert: Nachdem bei regierungskritischen Protesten in iranischen Städten zahlreiche Menschen getötet wurden, müsse in Deutschland sofort ein Abschiebestopp erlassen werden.
Angesichts der “dramatischen Menschenrechtslage” im Iran fordert Pro Asyl einen sofortigen Abschiebestopp. “Wer im Iran für Freiheit eintritt, riskiert sein Leben”, sagte Pro-Asyl-Geschäftsführer Karl Kopp am Mittwoch in Frankfurt. Sinkende Schutzquoten in Deutschland seien “angesichts dieser Realität nicht haltbar”.
Die Bundesländer müssten deshalb jetzt handeln und einen sofortigen Abschiebestopp erlassen. Das sei “rechtlich schnell möglich und moralisch geboten”, sagte Kopp.
Die “systematische Verfolgung” im Iran müsse sich auch in der Schutzquote des Bundesamtes für Migration und Flüchtlinge widerspiegeln, forderte Kopp. Im Jahr 2025 seien letztlich 73 Prozent der Asylanträge aus dem Iran komplett abgelehnt worden. Das zeigten die neuesten Asylzahlen. “Es erhielt also nur rund jede vierte Person, die vor diesem brutalen Regime floh, einen Schutzstatus”, kritisierte der Pro-Asyl-Geschäftsführer.