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Doppelstart nach Umbaupause

Die städtische Kunstsammlung Jena startet nach siebenwöchiger Umbaupause mit zwei neuen Ausstellungen ins Jahr 2024. Ab Samstag sind die beiden Schauen „Multiples. Sammlung Opitz-Hoffmann“ und „Frida Mentz-Kessel“ zu sehen, wie das Museum am Mittwoch mitteilte.

Die Malerin und Grafikerin Frida Mentz-Kessel (1878-1969) sei in Graz geboren, habe aber vor allem in Jena gelebt und gearbeitet, hieß es. In ihrem Werk habe sie eine Vorliebe für eine einfache, reduzierte Formensprache entwickelt, mit der sie sich bewusst vom Jugendstil abgesetzt habe. Ihr bevorzugtes Medium sei der Holzschnitt gewesen. Dieses Medium nutzte sie für Charakterisierungen ihrer Zeitgenossen. Gezeigt werde ein Querschnitt aus dem Schaffen der wenig bekannten Künstlerin.

Die Ausstellung „Multiples“ basiere auf dem Bestand der Sammlung Opitz-Hoffmann, die seit dem Jahr 2014 Teil der Kunstsammlung Jena ist. Multiples seien Kunstobjekte, die in einer meist definierten Auflage hergestellt werden und zu einem erschwinglichen Preis für ein breiteres Publikum angeboten werden. Die Forderung „Kunst für alle!“ sei ein Ziel der gesellschaftskritischen und nonkonformistischen Aufbruchsstimmung der 1960er- und 1970er-Jahre gewesen, hieß es. Das in Südthüringen beheimatete Sammler-Ehepaar Dorothee Opitz-Hoffmann und Klaus Hoffmann habe etwa 1.000 Kunstwerke zusammengetragen.

Die Kunstsammlung der Stadt Jena umfasst knapp 5.000 Werke aus Malerei, Grafik und Plastik sowie Objektkunst. Schwerpunkt der Sammlung bildet die Kunst des 20. Jahrhunderts.