Nach dem folgenschweren Brandanschlag auf das Stromnetz von Berlin warnt Bundesinnenminister Alexander Dobrindt (CSU) vor verstärkten Aktivitäten der linksextremen Szene. „Wir haben es hier mit einer ansteigenden Welle zu tun. Linksextremismus oder Linksterrorismus gepaart mit Klimaextremismus tritt verstärkt in Deutschland auf“, sagte Dobrindt der Süddeutschen Zeitung (Samstagausgabe). Unter dem Aufruf „Switch Off“ versuche die Szene, „ihre Unterstützer zu Anschlägen in Deutschland zu motivieren und Unternehmen, Infrastruktur und damit Bürgern maximalen Schaden zuzufügen“.
Offene Kritik übt Dobrindt am geringen Fortschritt der Ermittlungen gegen die Vulkangruppen, die sich zum Anschlag in Berlin bekannt hatten und erstmals 2011 in Deutschland aktiv wurden. „Es macht mich reichlich unzufrieden, wenn der Staat über 15 Jahre keine Ermittlungserfolge vorweisen kann“, sagte er weiter und forderte, eine Prämie für Hinweise zu den Tätern auszuloben. „Die Entscheidung über die Höhe liegt beim Generalbundesanwalt. Ich erwarte, dass es sich hier um eine hohe Summe handelt.“ (0238/24.01.2026)