DIW-Chef begrüßt schnellere Arbeitserlaubnis für Asylbewerber

Asylbewerber sollen künftig schneller einen Job annehmen dürfen. DIW-Chef Fratzscher begrüßt das als längst überfällig. Doch der Ökonom sieht darin nur einen ersten Schritt.
DIW-Chef begrüßt schnellere Arbeitserlaubnis für Asylbewerber
Ökonom Fratzscher hofft, dass schnellere Arbeitserlaubnisse dem Fachkräftemangel entgegenwirken
Imago / Metodi Popow

Der Chef des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW), Marcel Fratzscher, sieht eine schnellere Arbeitserlaubnis für Asylbewerber positiv. Der Plan sei «klug und längst überfällig», sagte Fratzscher. Die Bundesregierung will Menschen im Asylverfahren künftig bereits nach drei statt nach sechs Monaten Zugang zum Arbeitsmarkt gewähren.

Wirtschaft hofft auf Impulse durch neue Arbeitserlaubnis

Dieses Recht dürfte «der deutschen Wirtschaft einen dringend benötigten positiven Impuls geben», erklärte der Ökonom. «Denn Deutschland hat ein riesiges Arbeitskräfteproblem, auch bei gering oder nicht qualifizierten Beschäftigten.» Vor allem viele kleine und mittlere Unternehmen könnten davon profitieren.

Fratzscher forderte weitere Schritte zur Integration von Geflüchteten. Die Bundesregierung solle deutlich mehr Geld vor allem für Schritte der Qualifizierung und Ausbildung ausgeben. Zudem bräuchten Geflüchtete eine langfristige Bleibeperspektive, da sie selbst und auch die Unternehmen andernfalls kaum in Qualifizierung investieren würden.

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