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Diskussionen zu gesellschaftlichen Umbrüchen im Theater Erfurt

Das Theater Erfurt lädt im Dezember und Januar zu einem Gesprächsformat „Umbruchzeiten“ ein. In drei aufeinanderfolgenden Veranstaltungen diskutierten jeweils zwei Gäste aus Ost und West über aktuelle, gesellschaftlich relevante und teils polarisierende Themen, teilte das Theater am Dienstag in Erfurt mit. Alle Diskussionen bewegten sich dabei im Spannungsfeld der politischen und sozialen Umbrüche seit 1989/90 und der Gegenwart.

Den Auftakt am 14. Dezember machen demnach der Berliner „Welt“-Journalist Deniz Yücel und die Polizeihauptkommissarin und Grünen-Politikerin Doreen Denstädt. Das Thema ist die Meinungsfreiheit. Obwohl sie im Grundgesetz fest verankert sei, hätten viele Menschen das Gefühl, nicht alles sagen zu dürfen, heißt es. Die Diskutanten würden der Frage nachgehen, woher diese Diskrepanz zwischen rechtlicher Freiheit und gesellschaftlicher Wahrnehmung komme.

In der zweiten Ausgabe (11. Januar) richten Julia Hemmerling vom Mitteldeutschen Rundfunk (MDR) und Marieke Reimann vom Südwestrundfunk (SWR) den Blick auf die Rolle der Medien in der Demokratie. Im Zentrum stehen Fragen nach dem schwindenden Vertrauen in klassische Medien. Die dritte Gesprächsrunde am 25. Januar befasst sich mit dem Phänomen der Nostalgie.

Das Gesprächsformat „Umbruchzeiten“ will den Angaben zufolge Räume für Austausch, Verständnis und Debatte über Grenzen, Erfahrungen und Generationen hinweg bieten. Das Publikum sei dabei nicht nur Zuhörer, sondern ausdrücklich eingeladen, sich aktiv mit Fragen und Anmerkungen in die Gesprächsrunden einzubringen.