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Digitalstrategie für Schulen in Rheinland-Pfalz präsentiert

Das rheinland-pfälzische Bildungsministerium hat am Mittwoch eine Digitalstrategie für Kindergärten und Schulen im Land vorgestellt. „Das Ziel ist es, Technik von heute für Bildung von morgen anzubieten“, sagte Landesbildungsminister Sven Teuber (SPD) am Mittwoch bei der Vorstellung des 50-seitigen Papiers. Kinder, Jugendliche und Lehrkräfte werden darin ebenso erwähnt wie die Verwaltung. Schülerinnen und Schüler sollen die nötigen Kompetenzen erwerben, Lehrkräfte und Verwaltungsbedienstete in ihrer Arbeit entlastet werden.

Die in der Landesstrategie erfassten Maßnahmen hatte das Land teilweise bereits bekanntgemacht – so etwas die geplante Einführung von Informatik als Pflichtfach an weiterbildenden Schulen. Vom Land angeschobene Pilotprojekte wie das „Digitale Bücherregal“ sollen flächendeckend ausgebaut werden. Zur individuellen Förderung von Schülerinnen und Schülern sollen KI-gestützte Assistenzprogramme zum Einsatz kommen. Inwiefern in zehn Jahren noch gedruckte Schulbücher im Unterricht verwendet werden, sei nicht abschließend vorhersagbar, sagte Teuber. Für den Grundschulbereich sei ein kompletter Abschied von herkömmlichen Büchern eher unwahrscheinlich.

An den Vorbereitungen des Strategiepapiers hatte das Land auch Lehrkräfte und Eltern beteiligt. Emmanuel Müller vom Landeselternbeirat erklärte, aus Elternsicht seien Aspekte wie Medienkompetenz und mentale Gesundheit wichtig. Hier sei auch eine Fortbildung der Eltern wichtig. Schulen sollten mit dem Thema Digitalisierung analog zur Sexualkunde vorgehen, appellierte er: „Wir schlagen eine digitale Aufklärung in der 3., 7. und 9. Klasse vor.“