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Digitales Lernhaus “Jüdisches Leben” eröffnet

Am 27. November wird das digitale Lernhaus „Jüdisches Leben“ der Universität Erlangen-Nürnberg feierlich eröffnet. Wie die Uni am Dienstag mitteilte, wurde das Lernangebot zusammen mit Studierenden der Fachdidaktik Evangelische Religion, der Evangelischen Theologie, der Fachdidaktik Geschichte und der Schulpädagogik entwickelt. Es handelt sich dabei um ein digitales Begegnungszentrum mit verschiedenen virtuellen Räumen, die unterschiedlichen Themen gewidmet sind. Das Angebot richte sich an Schulen, Studierende und interessierte Einzelpersonen.

Über ein „Ticket“, welches im Eingangsbereich gelöst wird, kann gesteuert werden, welche Inhalte und Aufgaben den Besuchern angeboten werden. Nach einer Begrüßung erhält man hier auch Informationen, Impulse und Arbeitsmaterialien für die Erkundung. Die Steuerung und Fortbewegung im virtuellen Raum finden mittels der Maus oder mit dem Finger auf dem Tablet statt. Richtungswechsel und Ein- oder Auszoomen sind jederzeit möglich. Ebenso können Objekte durch einen Klick aktiviert werden. So erscheinen beispielsweise Bilder, Filme, Texte oder Websites, die in einer Datenbank hinterlegt sind.

Laut Mitteilung gibt es beispielsweise ein Biografienarchiv mit den Lebensgeschichten jüdischer Menschen, Artefakt-Räume mit Informationen zu jüdischen Gegenständen oder eine Antisemitismus-Lernumgebung. Ergänzend zu „sonst üblichen Akzentuierungen auf die Leidensgeschichte von Juden und Jüdinnen“ soll der Schwerpunkt bewusst auf der Erschließung von jüdischem Leben „in seinem kulturellen Wert und seiner vielfältigen Lebendigkeit in Deutschland liegen“, hieß es.

Zur Eröffnung im Bildungshaus St. Paul in Nürnberg werden Vertreterinnen und Vertreter der Israelitischen Kultusgemeinde sowie der Antisemitismusbeauftragte der Landesregierung Ludwig Spaenle und der Antisemitismusbeauftragte der Uni Erlangen-Nürnberg, Lutz Edzard erwartet. (3632/18.11.2025)