Sie sind 50 Zentimeter groß, weiß und haben glattes Fell: die Mumins. Erfunden hat diese Trollwesen die finnische Künstlerin Tove Jansson. In einer Münchner Ausstellung kann man sie näher kennenlernen.
80 Jahre ist es her, dass die finnische Künstlerin Tove Jansson (1914-2001) rundliche Wesen namens Mumins erschuf. Längst sind diese Trolle, die irgendwie auch eine Ähnlichkeit mit Nilpferden haben, Kult und werden weltweit gefeiert. Wer mehr über sie und ihre Familien erfahren will, hat dazu ab 18. Dezember im Münchner Literaturhaus die Möglichkeit. Unter dem Titel “Die Welt der Mumins” will die Schau Besucherinnen und Besucher mitnehmen ins Mumintal, wo Geborgenheit, Freundschaft und Humor herrschen, aber auch eine Prise Anarchie und Rebellion.
Fehlen darf dabei auch nicht jener satirische Esprit, dem Jansson in den 1930er und 1940er Jahren ihren Erfolg als politische Karikaturistin verdankte, wie es in der Ankündigung heißt. Ihre Geschichten sind demnach ein Plädoyer für Toleranz, Empathie und Abenteuerlust. In der bis 12. April 2026 zu sehenden Schau können Mumin, Schnüferl, Schnupferich, die kleine Mü und viele andere Figuren mit ihren Geschichten voller Geheimnisse, Überraschungen und Abenteuer erlebt werden. Dazu kommen Originalillustrationen, Animationen und interaktive Stationen.
Janssons Wesen sind etwa 50 Zentimeter groß und haben ein glattes, weißes Fell. Sie gelten als gute Schwimmer, Taucher sowie Bootslenker. Die Geschichten fern jeder aufgesetzten Idylle, dabei voller Poesie und Eigensinn, verzauberten Erwachsene und Kinder gleichermaßen, wie es heißt. Angesprochen werde das innere Kind im Erwachsenen. Das Finstere und das Helle, das Katastrophale und das Komische erschienen in den Erzählungen in einem Gleichgewicht, das keinem Zeitgeist verhaftet sei, aber ganz besonders in die gegenwärtige Epoche passe.