Die Hohenzollerngruft im Berliner Dom

Die Hohenzollerngruft im Berliner Dom enthält insgesamt 91 Bestattungen vom Ende des 16. Jahrhunderts bis zum Anfang des 20. Jahrhunderts. Es handelt sich um Fürsten und Könige aus dem Haus Hohenzollern und deren Familienangehörige. Die Hohenzollern waren seit dem späten Mittelalter eine europäische Dynastie, die in weiten Teilen des Kontinents agierte.

Die Gruft ist nach Angaben des Berliner Doms die wichtigste dynastische Grablege Deutschlands. Im internationalen Vergleich gehöre sie neben der Kapuzinergruft in Wien, den Königsgräbern in der Kathedrale St. Denis von Paris und der Gruft der spanischen Könige im Escorial bei Madrid zu den bedeutendsten dynastischen Grabstätten Europas.

Berühmte Persönlichkeiten in der Gruft sind etwa König Friedrich I. (1657-1713) und seine Frau Sophie Charlotte (1688-1705). Nach ihrem Tod benannte Friedrich I. nicht nur das Schloss Charlottenburg in Berlin nach ihr, sondern sogar den ganzen Stadtteil. Auch Königin Elisabeth Christine (1715-1797), die als erste „Landesmutter“ galt, fand dort ihre letzte Ruhe.

Während des Zweiten Weltkriegs wurde die Hohenzollerngruft durch den Einsturz der Hauptkuppel des Doms stark beschädigt, einige Särge wurden nahezu vollständig zerstört. Seit 2020 wurde die Gruft saniert. Die Wiedereröffnung ist für Ende Februar 2026 geplant.

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