Die Bibel lesen

Woche vom 3. bis 9. Mai

Sonntag:    Psalm 148
Montag:     1. Petrus 3, 13-17
Dienstag:     1. Petrus 3, 18-22
Mittwoch:     1. Petrus 4, 1-11
Donnerstag:     1. Petrus 4, 12-19
Freitag:     1. Petrus 5, 1-7
Samstag:     1. Petrus 5, 8-14

Der erste Petrusbrief empfiehlt den Glaubenden sich so zu verhalten, dass sie ein gutes Gewissen haben können (3,16). Dann können sie den Menschen, die sie anfeinden, mit Sanftmut entgegentreten. Wer dennoch leiden muss, dem ergeht es wie Jesus Christus, der gerecht war und deshalb leiden musste. Nun formuliert der Brief einen in der Bibel einmaligen Gedanken: Als Jesus gestorben und auferstanden war, verkündigte er auch im Totenreich den Verstorbenen das Evangelium (3,19/4,6). Ja, sogar der Sintflut-Generation, die als besonders böse gilt (3,20). Hiermit eröffnet sich eine Heilsmöglichkeit (4,6) für die Menschen, die bereits gestorben sind. Diese Aussage ist in unser Glaubensbekenntnis übernommen worden: „Hinabgestiegen in das Reich des Todes“.

Als die Gemeindeglieder noch Heiden waren, da haben sie ausufernd gelebt und an den Feiern zu Ehren der römischen Götter teilgenommen (4,3). Nun halten sie sich davon fern, was ihre Umwelt befremdet (4,4) und zu leidvoller Ablehnung führen kann. Statt nun in Versuchung zu geraten, die alten Verhaltensweisen wieder aufzunehmen, sollen die Christen standhaft bleiben, besonnen und nüchtern. Sie sollen sich sogar freuen über die Leiden, welche sie um ihres Glaubens willen erdulden müssen, denn diese führen sie der Auferstehung näher (4,13).

Als getaufte Christen erfüllt Gott jedes Gemeindeglied mit seinem Geist und mit besonderen Begabungen (4,11). Diese sollen für die ganze Gemeinde nutzbar gemacht werden. Besonders wichtig ist dabei die Liebe untereinander (4.8) und die Gastfreundschaft zwischen den Gemeinden (4,9).

Im fünften Kapitel kommt der Autor des Briefes auf das Amt der Leitung zu sprechen. Die Ältesten (presbyteroi) sollen entsprechend dem Vorbild des Hirten Christus (5,4) die Herde Gottes weiden. Zu diesem Ehrenamt darf niemand gezwungen werden, und es eignet sich auch nicht für Menschen, die daraus ihren persönlichen Vorteil ziehen (5,2) oder Macht ausüben wollen (5,3). Wer freiwillig und mit Hingabe sein Amt ausübt und vorbildlich lebt, darf sich auf Gottes Auszeichnung freuen. Besonders wichtig für die ganze Gemeinde ist die Demut. Jeder und jede möge die eigenen Interessen zurücknehmen und das Wohl der Anderen über sie stellen. Mit dem Leitbegriff der Demut wird erneut die Gleichheit aller Christen in der Gemeinde bekräftigt. Sehr ermutigend ist auch der Briefschluss: Gott hat euch erwählt, er wird euch ausrüsten, stärken und gründen.

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