Die Diakonie Katastrophenhilfe fordert die Regierung auf, die Kürzungen für die humanitäre Hilfe zurückzunehmen. „Die geplante Kürzung des Etats für humanitäre Hilfe um 50 Prozent wäre ein fataler Schritt“, sagte die Präsidentin der evangelischen Hilfsorganisation, Dagmar Pruin, bei der Vorstellung des Jahresberichts in Berlin. Rund 5,2 Millionen Menschen könnten dadurch den Zugang zu lebenswichtiger Hilfe verlieren. Das entspräche in etwa der Zahl der Menschen, die allein in Haiti auf Nothilfe angewiesen sind.
Pruin forderte die Bundesregierung auf, den Etat wieder auf das Niveau von 2022 anzuheben - damals stellte Deutschland rund 3,1 Milliarden Euro für humanitäre Hilfe bereit. Der Bundeshaushalt für 2025 soll im September vom Bundestag beschlossen werden. Im Entwurf sind 1,1 Milliarden Euro für die humanitäre Hilfe vorgesehen.
