Diakonie fordert kostenlosen HVV für Arme

Nachfolge für 9-Euro-Ticket
Diakonie fordert kostenlosen HVV für Arme
Das 9-Euro-Ticket hat laut Studie den Autoverkehr nicht signifikant gesenkt
epd-bild Daniel Peter

Hamburg. Die Diakonie Hamburg fordert nach dem Auslaufen des 9-Euro-Tickets einen kostenlosen Nahverkehr für Sozialleistungsberechtigte sowie eine sozial gerechte Preisgestaltung des HVV. Alle Hamburgerinnen und Hamburger sollten sich Bus, U- und S-Bahn leisten können, so die Diakonie. „Für viele Menschen in Hamburg sind die enormen Preissteigerungen schon jetzt nicht mehr zu schultern, und jetzt kommen die hohen HVV-Preise wieder dazu“, sagt der Sozialexperte Dirk Hauer von der Diakonie Hamburg.

Das 9-Euro-Ticket habe Mobilität auch für die Menschen ermöglicht, die sie sich das sonst nicht leisten können. Hauer: „Mobilität ist eine Voraussetzung für soziale Teilhabe und muss für alle möglich sein." Gerade in den existenziellen Lebensbereichen müssten Menschen mit geringem Einkommen „nachhaltig entlastet“ werden. Ein HVV mit sozialer Preisgestaltung und Kostenfreiheit für Bezieher von Sozialleistungen wäre daher „ein wichtiger Schritt“, hieß es.

Teure Monatskarte

Aktuell müssen Bezieherinnen und Bezieher von Sozialleistungen trotz Sozialrabatt von 23 Euro im Monat 70,70 Euro bzw. 91,30 Euro für eine HVV-Monatskarte bezahlen. In den Regelsätzen stehen ihnen laut Diakonie aber nur 39,01 Euro pro Monat für Mobilität zur Verfügung. (epd)

Timo TeggatzT
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Timo Teggatz

Schrieb schon als Schüler für die Lokalzeitung über Kaninchenzüchter und mehr, während des Politik-Studiums in Kiel als rasender Sportreporter im Einsatz. Volontariat beim Schleswig-Holsteinischen-Zeitungsverlag, danach acht Jahre als Redakteur für eine Touristikzeitschrift in der Weltgeschichte unterwegs. Seit Juli 2014 bei der Evangelischen Zeitung – seit dem Start von evangelische-zeitung.de für online zuständig.

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