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Diakonie Bayern muss interkulturelle Sprachvermittlung einstellen

Nach drei Jahren muss die Diakonie Bayern das Projekt „GeckoPlus“ für die Ausbildung von sogenannten Sprach- und Kulturmittlern (SKM) einstellen. Wie die Diakonie am Freitag in Nürnberg mitteilte, läuft noch im Januar die Förderung durch den Asyl-, Migrations- und Flüchtlingsfonds aus. Sie habe darum einen Folgeantrag beim Bundesamt für Migration und Flüchtlinge eingereicht, um das Projekt fortsetzen zu können.

Im Rahmen des Projekts seien bisher insgesamt 370 Personen zu ehrenamtlichen Sprach- und Kulturmittlern weitergebildet worden. Sie halfen bereits in mehr als 9.500 Fällen dabei, Sprachbarrieren in der Beratung und Begleitung Geflüchteter zu überwinden. So konnten die Ehrenamtlichen für viele Menschen Orientierung schaffen und den Zugang zu zentralen sozialen und medizinischen Angeboten ermöglichen, sagte Diakonie-Präsidentin Sabine Weingärtner der Mitteilung zufolge. Auch die Unterstützung bei Arzt- und Krankenhausbesuchen sowie bei Bedarf im Alltag gehöre zum Angebot. 43 Sprachen decken die Ehrenamtlichen ab.

Der Bedarf an solch qualifizierten SKM sei hoch, denn die Regelsysteme in Deutschland seien kaum auf fremdsprachige Kunden und Klienten eingerichtet, hieß es weiter. Am Projekt beteiligt waren zehn diakonische Einrichtungen aus ganz Bayern. Die Diakonie hoffe nun, durch eine neue Förderung noch mehr Ehrenamtliche ausbilden und damit noch mehr Geflüchtete unterstützen zu können. (0142/16.01.2026)