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DGB-Jugend erinnert mit Gedenkveranstaltung an Novemberpogrome

Am Sonntag (9. November) will die Jugendsparte der Gewerkschaft DGB Bayern mit einer Gedenkveranstaltung an die Opfer des Nationalsozialismus und der Novemberpogrome erinnern. Wie die DGB-Jugend am Freitag mitteilte, wird Annette Seidel-Arpaci, Leiterin der Recherche- und Informationsstelle Antisemitismus (RIAS) Bayern, in der KZ-Gedenkstätte Dachau die Gedenkrede halten. Treffpunkt ist um 13 Uhr auf dem ehemaligen Appellplatz.

„Alle demokratischen Kräfte sind gefordert, Versuchen der Umdeutung oder Verharmlosung der Geschichte entschieden entgegenzutreten“, heißt es in der Mitteilung vom Freitag. Gemeinsam gelte es, sich antisemitischer Hetze sowie rechter Gewalt entgegenzustellen. Unter dem Motto „Erinnern heißt kämpfen“ werden bei der Gedenkveranstaltung auch Biografien von ehemaligen Häftlingen des KZ Dachau durch Jugendliche vorgestellt.

Mit der Pogromnacht vom 9. auf den 10. November 1938 gingen die Nationalsozialisten zur offenen Gewalt gegen die jüdische Minderheit im Dritten Reich über. Vielerorts brannten die Synagogen und jüdischen Gebetshäuser. Jüdische Geschäfte und Wohnungen wurden verwüstet und jüdische Bürger misshandelt. (3479/07.11.2025)