Unter dem Motto „Mehr Lohn, mehr Freizeit, mehr Sicherheit“ lädt der Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB) Bayern am Tag der Arbeit (1. Mai) zu 83 Veranstaltungen ein. Die Aktionen seien ein „sichtbares Zeichen für eine sozial gerechte und friedliche Zukunft“, teilte der DGB Bayern am Freitag mit. Gewerkschaften hielten die „Gesellschaft zusammen, und damit auch unsere Demokratie“, hieß es. Der bayerische DGB-Vorsitzende Bernhard Stiedl wird als Hauptredner zur Demonstration und Kundgebung in Augsburg erwartet. Seine Stellvertreterin Verena Di Pasquale spricht in Dingolfing.
Bei den Kundgebungen sollen auch Forderungen an die Staatsregierung adressiert werden. So fordere der DGB Bayern „massive Investitionen in die Infrastruktur“. Mindestens 22 Milliarden Euro seien jährlich nötig, um die Transformation der Wirtschaft zu bewältigen und Arbeitsplätze zu erhalten, einen funktionierenden ÖPNV in der Stadt und auf dem Land anzubieten und bezahlbares Wohnen zu ermöglichen. Dies gehe aus einer vom DGB Bayern in Auftrag gegebenen Studie hervor.
Sorge bereite der Gewerkschaft die zurückgehende Tarifbindung. Während zur Jahrtausendwende noch etwa 70 Prozent der bayerischen Beschäftigten von einem Tarifvertrag profitierten, sei diese Zahl auf zuletzt nur noch 47 Prozent zurückgegangen. „Der Freistaat muss daher dringend mit einem Faire-Löhne-Gesetz gegensteuern und öffentliche Aufträge nur noch an Unternehmen vergeben, die Tariflöhne zahlen“, forderte der DGB Bayern in seiner Mitteilung. (00/1260/19.04.2024)