Zahltag bei der Weltklimakonferenz in Brasilien: Berlin zahlt für die globale Klimahilfe ein – und ist der größte Geber.
Deutschland zahlt 60 Millionen Euro für den globalen Klima-Anpassungsfonds. Das verkündete Bundesumweltminister Carsten Schneider (SPD) nach Angaben seines Ministeriums am Montag (Ortszeit) bei der Weltklimakonferenz (COP30) im brasilianischen Belém. Der Fonds unterstützt die vom Klimawandel stark betroffenen Länder weltweit bei konkreten und innovativen Anpassungsmaßnahmen. Deutschland ist größter Geber des Fonds.
“Wo Gesellschaften sich nicht an die neuen Klimabedingungen anpassen können, drohen Hunger und Armut; Menschen werden gezwungen, ihre Heimat zu verlassen”, so Schneider. Viele Länder seien für eine erfolgreiche Anpassung auf internationale Zusammenarbeit angewiesen.
Der internationale Anpassungsfonds setzt in den Bereichen Finanzierung, Verfahrensregeln und Verwaltung neue Ansätze um. Er wird gemeinsam von Entwicklungsländern und Industrieländern verwaltet und bietet einen direkten Zugang zu Fördermitteln. Der Fonds setzte den Angaben zufolge in den vergangenen 18 Jahren insgesamt etwa 1,4 Milliarden US-Dollar für rund 200 konkrete Anpassungsprojekte in 108 Ländern um. Mehr als 50 Millionen Menschen in den vulnerabelsten Gemeinschaften weltweit seien davon erreicht worden. Insgesamt habe der Fonds bislang Beiträge von rund zwei Milliarden US-Dollar erhalten.
Die deutsche Klimafinanzierung für Anpassung aus dem Bundeshaushalt lag demnach 2024 bei insgesamt 2,84 Milliarden Euro. “Der Anpassungsfonds ist eines von vielen Instrumenten, mit denen die Bundesregierung die Finanzierung von Anpassungsmaßnahmen in Entwicklungsländern unterstützt”, hieß es in der Mitteilung.