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Deutsches Nationaltheater wehrt sich gegen AfD-Vorwürfe

Die Leitung des Deutschen Nationaltheaters (DNT) und der Staatskapelle Weimar wehren sich gegen Vorwürfe der AfD. In einer am Donnerstag in Weimar veröffentlichten Erklärung heißt es: „Wir stehen für ein weltoffenes Thüringen. Wir treten ein gegen völkische Ressentiments, gruppenbezogene Diskriminierung sowie Verunglimpfung demokratisch legitimierter Verantwortungsträger.“

Hintergrund ist demnach eine Anfrage der AfD Anfang November an die Stadtverwaltung zur politischen Positionierung der Theaterleitung und wegen Veranstaltungen gegen Antisemitismus und Rechtsextremismus am Haus. Das DNT sieht darin den Versuch, die künstlerische Freiheit und Finanzierung des Theaters infrage zu stellen.

Weiter heißt es in der Erklärung der Intendanz, „Grundlage unserer Arbeit sind die Freiheit der Kunst und ein lebendiges Miteinander von über 400 Beschäftigten unterschiedlichster Herkunft und Weltanschauungen“. Gelebt werde „eine differenzierte Betrachtung von aktuellen Problemen und Respekt in der Begegnung mit Anderen“. Zugleich dankte die Intendanz „den politischen Entscheidungsträgern und besonders Weimars Oberbürgermeister Peter Kleine“ (parteilos) für deren Reaktion und „klaren Worte als Ausdruck unserer gemeinsamen Werte und für die Unterstützung der Kunstfreiheit“.