Kulturstaatsministerin Claudia Roth (Grüne) hat am Donnerstagabend in Hamburg die diesjährigen Deutschen Kurzfilmpreise verliehen. Von insgesamt 221 wettbewerbsfähigen Vorschlägen waren 12 Filme für die laut Roth bedeutendste und höchstdotierte Auszeichnung für die kurze filmische Form nominiert, wie die Pressestelle der Bundesbeauftragten für Kultur und Medien mitteilte.
Die Auszeichnung für den besten Spielfilm mit einer Länge von 10 bis 30 Minuten Laufzeit ging an Marie Zrenner für den Film „Alex in den Feldern“. Bei den Dokumentarfilmen bis 30 Minuten Laufzeit erhielt Silke Schönfeld für „Ich darf sie immer alles fragen“ den Preis. Als bester Animationsfilm bis 30 Minuten Laufzeit wurde „Xanh“ von Thi Dang An Tran geehrt.
In der Kategorie Experimentalfilm bis 30 Minuten Laufzeit gewann Thuy-Han Nguyen-Chi mit „Into the Violet Belly“ die goldene Lola. Der Preis für den besten mittellangen Film ging an Kilian Armando Friedrich und Tizian Stromp Zagari für „Atomnomaden“.
Die Auszeichnung für den mittellangen Film ist mit 20.000 Euro Preisgeld verbunden, alle anderen Preisträgerinnen und -träger erhalten jeweils 30.000 Euro. Die Prämien seien „zweckgebunden zu verwenden für die Herstellung oder Projektentwicklung eines neuen Films mit künstlerischer Qualität“, hieß es weiter. Die Gewinnerfilme in den Kategorien Spielfilm bis 10 Minuten Laufzeit, Spielfilm von mehr als 10 bis 30 Minuten Laufzeit, Animationsfilm bis 30 Minuten und Dokumentarfilm bis 30 Minuten sind den Angaben zufolge zudem automatisch für das Auswahlverfahren zu den Oscars qualifiziert.