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“Von Bienen und Blumen” – Wenn Städter aufs Land ziehen

Wenn Stadtmenschen aufs Land ziehen und dort auf einmal ganz anders leben wollen, kann das unterhaltsam und auch spannend sein. Im Film “Von Bienen und Blumen” wirkt das aber oft eher angestrengt.

In Zusammenarbeit mit filmdienst.de und der Katholischen Filmkommission gibt die KNA Tipps zu besonderen TV-Filmen:

Landlust boomt, sei’s auf dem Zeitschriftenmarkt, sei’s in der Realität, in der Schrebergärtnerei mittlerweile trendig “Urban Gardening” heißt. Von der Sehnsucht der jungen Großstädter nach der Natur und dem Landleben erzählt auch dieser halb dokumentarische Film von 2018 der Filmemacherin Lola Randl, der durchaus selbstironisch von eine Art Selbstversuch festhält.

Randl und ihr Mann haben eine alte Schlossgärtnerei in der Uckermark gekauft. Mit anderen Städtern initiieren sie dort ein Anbau- und Gemeinschaftsprojekt. Freilich sehen die Realität fern der Großstadt und die Herausforderungen, die der Anbau von Gemüse und das Halten von Hühnern, Schweinen und Schafen so stellen, etwas anders aus, als man sich das vorgestellt hat. Von zwischenmenschlichen Reibereien ganz zu schweigen…

Sehr unterhaltsam beleuchtet der Film die Schwierigkeiten der “Projektmenschen” mit dem Gärtnern und der Tierzucht, berichtet von ihrer Vorliebe für alte Techniken und aussterbende Berufe, vom Austausch mit der Landbevölkerung – und von Randls “Projekt” einer Dreierbeziehung. Über die Strukturen und Hintergründe des Projekts erfährt man zwar nur wenig; als Porträt vom Umsetzen eines Lebenstraums, der derzeit viele umtreibt, ist der Film aber durchaus interessant.