Der Umgang mit dem Denkmalschutz an drei Industrie- und Bergbaustandorten in Brandenburg ist jetzt verbindlich geregelt. Der öffentlich-rechtliche Vertrag für das Braunkohlekraftwerk Jänschwalde, die Brikettfabrik Schwarze Pumpe und einen der beiden Eimerkettenbagger im Tagebau Welzow-Süd bei Spremberg wurde am Montag in der Staatskanzlei in Potsdam unterzeichnet.
Das Kraftwerk Jänschwalde und die Brikettfabrik Schwarze Pumpe waren im März unter Denkmalschutz gestellt worden. Der Eimerkettenbagger im Tagebau Welzow-Süd wurde im April in die Denkmalliste des Bundeslandes aufgenommen.
Im August hatten sich das Energieunternehmen Leag und das brandenburgische Kulturministerium darauf verständigt, den Umgang mit dem Denkmalschutz dort verbindlich zu regeln und den dafür geplanten öffentlich-rechtlichen Vertrag bis zum Jahresende abzuschließen. Angekündigt waren unter anderem rechtssichere Vereinbarungen zu den Themen Betrieb, Umbau, Instandhaltung und Transformation.
Der Grundstein für den Kraftwerksstandort Jänschwalde wurde 1976 in der DDR gelegt. Bis 1989 gingen dort insgesamt sechs Kraftwerksblöcke ans Netz. Zwei der Blöcke wurden im Zuge des beschlossenen Kohleausstiegs 2024 endgültig stillgelegt.
Die Brikettfabrik Schwarze Pumpe bei Spremberg wurde in den 60er Jahren errichtet. Sie ist nach Angaben des Landesdenkmalamtes die einzige erhaltene Brikettfabrik aus der DDR und die letzte Briketts produzierende Fabrik in Deutschland. Der Eimerkettenbagger stammt aus dem Tagebau Klettwitz und ist seit 1994 in Welzow-Süd im Einsatz.