In Großstädten wie auch in kleinen Orten wollen auch in NRW Menschen am Wochenende gegen Rechtsextremismus und für die Demokratie auf die Straße gehen. Sie knüpfen damit an die Kundgebungen vor genau einem Jahr an.
Am Wochenende sind auch in Nordrhein-Westfalen mehrere Demonstrationen gegen Rechtsextremismus, Ausgrenzung und Hass geplant. Mit einer der größten Veranstaltung ist in Köln zu rechnen. Unter dem Motto “5vor12 – Laut für die Demokratie” wird dort zum Protest gegen Rassismus und gegen die AfD mit Trommeln, Instrumenten, Trillerpfeifen und Musikgruppen aufgerufen. Nach einem Zug durch die Innenstadt soll unter anderen Oberbürgermeisterin Henriette Reker (parteilos) sprechen. Außerdem sind Auftritte mehrerer Bands und Künstler bei der Abschlusskundgebung geplant. Ein breites Bündnis aus Parteien, Religionsgemeinschaften, Gewerkschaften, Kultur und auch der 1. FC Köln rufen zum Protest auf.
In Münster richten sich zwei Kundgebungen gegen eine “Querdenken”-Demo. Weitere Proteste sind am Wochenende beispielsweise in Moers, Bielefeld, Siegen und Dülmen geplant.
Vor fast genau einem Jahr hatten bundesweit Hunderttausende gegen Rechtsextremismus demonstriert. Ein Anlass für die Kundgebungen waren Recherchen des Netzwerks Correctiv zu einem Treffen am 25. November 2023 in Potsdam. Daran hatten neben dem früheren Kopf der vom Verfassungsschutz beobachteten Identitären Bewegung in Österreich, Martin Sellner, auch AfD-Politiker, einzelne Mitglieder der CDU, der Werteunion sowie Unternehmer teilgenommen. Dabei sollen unter anderem Pläne zur Vertreibung von Menschen aus Deutschland diskutiert worden sein. In Köln beteiligten sich damals an den Demonstrationen nach Schätzungen 70.000 Menschen.