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Cyberangriff auf Deutsche Bischofskonferenz

Hacker haben das Sekretariat der Deutschen Bischofskonferenz in Bonn lahmgelegt. Unklar ist noch, ob auch personenbezogene Daten abgegriffen wurden.

Die katholische Deutsche Bischofskonferenz ist Opfer eines professionellen Cyberangriffs geworden
Die katholische Deutsche Bischofskonferenz ist Opfer eines professionellen Cyberangriffs gewordenImago / Marc John

Das Sekretariat der katholischen Deutschen Bischofskonferenz in Bonn ist Opfer eines Cyberangriffs geworden. “Zu dem Angriff hat sich eine Gruppierung bekannt, die der organisierten Cyberkriminalität zugerechnet wird”, teilte die Bischofskonferenz in Bonn mit.

Der Angriff sei am späten Montagnachmittag festgestellt worden, heißt es. Sofort seien deshalb die vorgesehenen Notfallpläne aktiviert, die IT-Systeme vom Internet getrennt, die zuständigen Ermittlungsbehörden und auch der Beauftragte für Datenschutz informiert worden. “Derzeit ermitteln externe Spezialisten für IT-Forensik, wie es den Angreifern offenkundig gelungen ist, die mehrstufigen IT-Sicherheitssysteme zu unterwandern.” Wegen des Angriffs sei das Sekretariat der Bischofskonferenz derzeit per Mail nur eingeschränkt erreichbar.

Bischofskonferenz: Sorge um personenbezogene Daten

“Untersucht wird auch, ob es der Tätergruppe überhaupt gelungen ist, Daten aus den IT-Systemen zu exfiltrieren”, teilte das Sekretariat weiter mit. “Sollten personenbezogene Daten durch den IT-Sicherheitsvorfall betroffen sein, wird der Verband der Diözesen Deutschlands Betroffene entsprechend der Vorgaben des Datenschutzes unaufgefordert informieren.”

Das Sekretariat unterstützt und koordiniert die Aktivitäten und Aufgaben, die die 27 katholischen Bistümer in Deutschland gemeinsam wahrnehmen.