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Co-Geschäftsführer Ottlitz verlässt Spiegel

Co-Geschäftsführer Stefan Ottlitz verlässt den Spiegel-Verlag nach acht Jahren. Er habe sich entschieden, beruflich einen neuen Impuls zu setzen, heißt es in einer Mitteilung des Verlags vom Mittwoch. Die persönliche Entscheidung erfolge im besten Einvernehmen mit den Gesellschaftern, der Erbengemeinschaft nach Rudolf Augstein, der RM Hamburg Holding sowie der Mitarbeiter KG.

Ottlitz soll den Verlag noch bis zum nächsten Sommer in einer beratenden Rolle unterstützen. Thomas Hass, bislang zusammen mit Ottlitz Geschäftsführer, leitet das Unternehmen ab sofort allein.

Seine journalistische Laufbahn begann Ottlitz 1995 als Lokalreporter bei der „Süddeutschen Zeitung“. Später war er unter anderem Chef vom Dienst, Textchef und Geschäftsführender Redakteur bei „Spiegel Online“, dann von 2010 bis 2017 Chefredakteur von „sueddeutsche.de“. 2017 kehrte er als Leiter der Produktentwicklung zur Spiegel-Gruppe zurück.

„Meine acht Jahre in verantwortlichen Rollen beim Spiegel waren von einer umfassenden Transformation unserer Produkte und Prozesse geprägt“, sagte Ottlitz. Er sei allen Kolleginnen und Kollegen im Haus sehr dankbar dafür, dass er „vieles in vorderster Reihe mitgestalten durfte, immer mit dem Ziel, die wirtschaftliche und journalistische Unabhängigkeit unserer Marken langfristig zu sichern“. Zur Unabhängigkeit gehöre, auch sich persönlich immer wieder die Frage zu stellen, was man im Leben noch machen wolle. Er habe für sich entschieden, wieder einen neuen Impuls zu suchen.