Der Deutsche Caritasverband hat den Plan des Bundeskabinetts begrüßt, eine Rentenkommission einzusetzen, die bis Sommer 2026 Vorschläge für eine Reform der gesetzlichen Rentenversicherung vorlegen soll. Caritas-Präsidentin Eva Welskop-Deffaa formulierte Erwartungen an das Gremium: "Verwaltungsmodernisierungsehrgeiz, präzise juristische Expertise und lebensweltliche Klugheit sind die wesentlichen Anforderungen an eine Kommission, die die Reformgesetzgebung dieser Legislaturperiode für die Rentenversicherung vorbereiten soll."
Die geplante Besetzung des Gremiums stimme sie "hoffnungsfroh". Mit Frank-Jürgen Weise stehe ein erfahrener Reformer und Modernisierer der Sozialverwaltungen an der Spitze der Kommission. Die Sozialrechtsexpertin Constanze Janda sei ebenfalls eine gute Wahl. Sie wisse, dass eine Erwerbsminderungsrente und eine Rente für Schwerbehinderte unterschiedliche Regelungen für ähnliche Sachverhalte darstellten. "Als Team sind Weise und Janda unschlagbar. Ein Mann und eine Frau. Ein Rentner und eine junge Professorin. Ein Experte für Verwaltungsreformen und eine Kennerin des Sozialrechts - ein Dreamteam, das die Geschicke der Kommission glücklich lenken kann", so Welskop-Deffaa.
Caritas-Präsidentin gegen pauschale Anhebung des Renteneintrittsalters
Angesichts des demografischen Wandels und veränderter Arbeitsmärkte seien die Herausforderungen groß. Ziel müsse es sein, das Vertrauen langjährig Versicherter zu sichern. "Wir wissen, wie viele Menschen ihr Leben lang Beiträge von kleinen Einkommen geleistet haben. Ihr Vertrauen in das System würde grob verletzt, wenn sie am Ende ihres Lebens trotz langer Beitragszahlung keine höheren Rentenleistungen erhielten als die jedermann zustehende Grundsicherung", sagte Welskop-Deffaa weiter. Zugleich sprach sie sich gegen eine pauschale Anhebung des Renteneintrittsalters aus.
