Als Konsequenz aus der tödlichen Messerattacke von Brokstedt strebt Bundesjustizminister Marco Buschmann (FDP) einen besseren Informationsfluss unter Behörden an, um Hürden bei der Abschiebung straffällig gewordener Ausländer zu beseitigen. Bei einer Untersuchungshaft müssten die Ausländerbehörden konkret über die Inhaftierung wie auch über eine Haftentlassung informiert werden, sagte Buschmann den Zeitungen der Funke-Mediengruppe. Dabei müssten die Anschrift der Haftanstalt und die Entlassungsanschrift angegeben werden.
Im Fall der Messerattacke mit zwei Toten scheine der Informationsaustausch zwischen den Behörden nicht funktioniert zu haben, sagte der Justizminister. Zwar sei ein Verfahren eingeleitet worden, damit der mehrfach straffällig gewordene Ibrahim A. Deutschland verlässt. Doch sei die Anhörung daran gescheitert, dass man den Mann nicht erreicht habe, auch nicht, als er in Untersuchungshaft saß, sagte Buschmann. Das sei absurd.
