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Bundesverfassungsrichter wollen mit Schülern Torte essen

75 Jahre Bundesverfassungsgericht wollen gefeiert werden. Unter anderem mit besonderen Torten-Terminen der 16 Richter und Richterinnen.

Das Bundesverfassungsgericht feiert 2026 seinen 75. Geburtstag. Und zum Jubiläum gibt es neben dem klassischen Festakt mit Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier im September und dem Tag der offenen Tür im Mai eine besondere Aktion: Die 16 Richter und Richterinnen wollen bei Kaffee und Kuchen mit Schülern ins Gespräch kommen. Verteilt in allen 16 Bundesländern.

Jeder Richter und jeder Richter werde eine Torte mitbringen und eine Schule besuchen, erläuterte ein Gerichtssprecher am Montag in Karlsruhe. Wann die besonderen Tortenessen – inklusive Austausch und Diskussion – stattfinden werden, ist noch nicht klar. Voraussichtlich werden die Termine aber nicht am gleichen Tag sein, sondern sich über die kommenden Monate verteilen, so der Sprecher. Ziel der Kaffee-und-Kuchen-Gespräche sei es auch, mit den Schülern und Schülerinnen über die Arbeitsweise und Aufgaben des Verfassungsgerichts in einen Dialog zu kommen.

Der zentrale Festakt in Karlsruhe ist dann am 28. September, genau 75 Jahre nach der feierlichen Eröffnung des Gerichts 1951. Damals trat das Gericht, rund zwei Jahre nach dem Inkrafttreten des Grundgesetzes, seine Aufgabe als Hüter der Verfassung an. Das Verfassungsgericht ist in Grundgesetzfragen das höchste deutsche Gericht und selbst ein Verfassungsorgan. Seine Entscheidungen sind unanfechtbar, alle übrigen Staatsorgane sind an seine Rechtsprechung gebunden.