Bundesregierung will Programm “Stromspar-Check” ausweiten

Energiesparen entlastet nicht zuletzt den eigenen Geldbeutel. Damit auch Menschen mit geringem Einkommen die Möglichkeit dazu haben, gibt es seit 17 Jahren den "Stromspar-Check". Nun soll das Angebot ausgeweitet werden.

Menschen mit geringem Einkommen sollen künftig leichter eine Beratung zum Energiesparen wahrnehmen können. Dazu kündigte Bundesumweltminister Carsten Schneider (SPD) am Montag an, das Programm "Stromspar-Check" ab dem nächsten Jahr deutlich auszuweiten. Im vergangenen Jahr standen rund 13 Millionen Euro zur Verfügung, in diesem Jahr sind es rund 18 Millionen Euro. In den nächsten Jahren seien bis zu 65 Millionen Euro pro Jahr vorgesehen.

"Klimaschutz muss sozial gerecht sein", sagte Minister Schneider anlässlich des Weltstromspartages am 5. März. "Gerade Menschen mit geringem Einkommen dürfen mit steigenden Energiekosten nicht alleingelassen werden." Der "Stromspar-Check" helfe beim Energiesparen, senke dauerhaft die Kosten und ermögliche den Zugang zu effizienten Geräten, die sich viele sonst nicht leisten könnten. Zugleich sei das Angebot ein erfolgreiches Qualifizierungsprojekt für Langzeitarbeitslose.

Den "Stromspar-Check" gibt es seit 17 Jahren. An bislang rund 115 Standorten nahmen laut Umweltministerium knapp 500.000 Haushalte die Beratung in Anspruch. Im Schnitt erzielten sie Einsparungen von rund 300 Euro pro Jahr. Insgesamt sei damit der Ausstoß von rund einer Million Tonnen klimaschädlichem Kohlendioxid vermieden worden, hieß es.

Die Berater, häufig ehemals langzeitarbeitslose Menschen, geben vor Ort konkrete Tipps und tauschen ineffiziente Geräte aus, etwa durch wassersparende Duschköpfe und Lampen mit geringerem Energieverbrauch. Für den Austausch alter und ineffizienter Kühlschränke wird ein Zuschuss gewährt.

Träger des Angebots sind der Deutsche Caritasverband und der Bundesverband der Energie- und Klimaschutzagenturen. Künftig soll das Angebot an mehr Standorten mehr Haushalte erreichen.

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