Papst Leo XIV. ist zu Besuch in der Türkei. Der Religionsfreiheits-Beauftragte der Bundesregierung, Thomas Rachel, erwartet wichtige Impulse für die christlichen Minderheiten im Land. Er selbst ist auch vor Ort.
Der Beauftragte der Bundesregierung für Religionsfreiheit, Thomas Rachel (CDU), setzt große Hoffnungen in den Türkei-Besuch von Papst Leo XIV. "Durch die Begegnung zwischen Papst Leo XIV. und Patriarch Bartholomaios I. in Istanbul erfahren die Anliegen der christlichen Minderheiten in der Türkei eine größere Sichtbarkeit", sagte er auf Anfrage, unmittelbar bevor er ebenfalls in die Türkei flog. Papst Leo XIV. will an diesem Freitag gemeinsam mit Patriarchen und Bischöfen anderer Kirchen die Einheit des christlichen Glaubens wiederbeleben.
Rachel erklärte, er hoffe auch auf Unterstützung durch den Papst für das Anliegen von Patriarch Bartholomaios I., Ehrenoberhaupt der Weltorthodoxie, die theologischen Hochschule von Chalki wiedereröffnen zu können. Das christlich-orthodoxe Priesterseminar wurde 1971 geschlossen. "Auch mich besorgt und beschwert es, dass diese einst bedeutende Ausbildungsstätte des Ökumenischen Patriarchats in Konstantinopel nach wie vor geschlossen ist. Sie wurde bis zu ihrer Schließung als führende orthodoxe, theologische Schule weltweit angesehen", so Rachel. Er selbst wolle dazu vor Ort Gespräche führen. Eine mögliche Wiedereröffnung "wäre ein kraftvolles Signal auch im Sinne der Religionsfreiheit".