Das Bundesamt für Naturschutz hat den Deutschen Jugend-Naturschutzpreis 2025 verliehen und auf einem Festakt am Wochenende in Frankfurt junge Preisträger für ihr außergewöhnliches und innovatives Engagement ausgezeichnet. Unter den Preisträgern ist der 19-jährige Benedikt Lamberty aus Bad Neuenahr-Ahrweiler, der für den Bienenzuchtverein Euskirchen eine App entwickelte, wie das Bundesamt mitteilte. Die App hilft bei der Lokalisierung von Nestern der invasiven Asiatischen Hornisse (Vespa velutina), wie es hieß. Die Anwendung kombiniert GPS, Kompass und Zeitmessung und bietet über ein Dashboard eine Kartendarstellung. Lamberty, der auch mit Schülern der zehnten und elften Klasse an einer Weiterentwicklung der App arbeitete, ist einer von vier Preisträgern, auf die das Preisgeld von insgesamt 10.000 Euro aufgeteilt wird.
Ausgezeichnet wurde auch Jessica Holland (18). Sie beobachtet und dokumentiert seit 2022 eine 13 Hektar große Fläche im Naturschutzgebiet Königsbrücker Heide in Sachsen, deren Bäume bei einem Sturmtief 2018 entwurzelt wurden. Ihr umfassendes Brutvogel-Monitoring zeige, dass viele Arten von diesem besonderen Lebensraum profitierten und sich neue Arten ansiedelten. Auf Basis der Ergebnisse sollen konkrete Empfehlungen für den zukünftigen Umgang mit diesen Flächen entwickelt werden, wie das Bundesamt erläuterte.
Für ihre Initiative „Seagrass Guards“ wurde auch die 21-jährige Lorna Sophie Meyer aus Braunschweig geehrt. Die Initiative setzt sich mit zwölf Mitschülern und Studierenden für den Schutz von Seegraswiesen in Küstengebieten ein. Durch Infomaterialien, Workshops und Öffentlichkeitsarbeit klären die Seagrass Guards über die ökologische Bedeutung dieser Lebensräume auf. Neben der Bildungsarbeit setzt das Projekt auch konkrete Schutzmaßnahmen um, etwa den Ausbau von Ankerbojen und die Einführung von Zertifikaten für Bootsverleiher.
Vierte Preisträgerin ist die 15-jährige Leandra Gellert aus Crivitz in Mecklenburg-Vorpommern. Ihr soziokulturelles Renaturierungsprojekt am Crivitzer See wird von Schülern des Gymnasiums am Sonnenberg gestaltet und verbindet Umwelt- und Bildungsarbeit. Im Zentrum steht praxisnahe Forschung. Zum Einsatz kommen unter anderem Wasserprobenanalysen und Makrofotografie. Ziel ist die ökologische Sanierung des Sees, dessen Ökosystem durch Landwirtschaft, Abwässer und Schlammablagerungen beeinträchtigt ist.
Das Bundesamt für Naturschutz hat den Deutschen Jugend-Naturschutzpreis 2024 ins Leben gerufen. Teilnehmen können Jugendliche und junge Erwachsene im Alter von 13 bis 21 Jahren.