Die Bundesregierung soll sich stärker um die Aufarbeitung der sogenannten Euthanasie-Morde und Zwangssterilisationen während der NS-Diktatur kümmern. In einem am Donnerstagabend beschlossenen Antrag von SPD, Union, den Grünen und der FDP fordern die Abgeordneten die Regierung auf, ein Projekt auf die Beine zu stellen, um bundesweit Patientenakten und Personalunterlagen der Täter zu konservieren. Diese sollten dann für Forschungs- und Bildungszwecke nutzbar gemacht werden.
Beteiligt werden sollen demnach die Gedenkstätten, das Institut für Geschichte der Medizin und Ethik in der Medizin an der Berliner Charite sowie Behindertenverbände. Der Bund müsse zudem die Gedenkstätten in ihrer Arbeit auch künftig unterstützen. Dem Antrag zufolge sollen die Opfer der sogenannten Euthanasie-Morde und Zwangssterilisationen zudem offiziell als Verfolgte des NS-Regimes anerkannt werden.