Deutschlandticket für Medien und Qualitätssiegel für guten Journalismus: 44 konkrete Empfehlungen hat das Bürgerforum „Über Medien“ am Samstag an Baden-Württembergs Landtagspräsidentin Muhterem Aras übergeben. Gut 60 Bürgerinnen und Bürger aus ganz Baden-Württemberg hätten in einem mehrmonatigen Prozess Fragen zu gesellschaftlicher Kommunikation diskutiert, teilte die Pressestiftung Baden-Württemberg am Samstag mit. Die politisch Verantwortlichen interessiere, was die Menschen „von der Medienlandschaft der Zukunft“ erwarteten, sagte Aras laut Mitteilung. Die Ergebnisse des Bürgerforums seien deshalb ein wertvoller Beitrag zum demokratischen Diskurs.
Der Intendant des Südwestrundfunks (SWR), Kai Gniffke, bezeichnete den Dialog mit Mediennutzern als „zentralen Baustein unserer journalistischen Qualität“ und dankte den Teilnehmern des Forums für ihr Feedback. Ziel des Forums sei es gewesen, „die Alltagsperspektive derjenigen zu erschließen, die das mediale Angebot nutzen oder eben auch nicht“, erklärte Jens Schmitz, Vorsitzender der Pressestiftung Baden-Württemberg.
Die Leitfrage des Forums lautete den Angaben zufolge: „Wie wollen wir uns künftig informieren und austauschen?“ Seine Empfehlungen, die sich an Politik, Medienhäuser, Plattformbetreiber und weitere gesellschaftliche Akteure richten, wurden am Samstag im Rahmen des Bürgerforums „Über Medien – Über Verständigung – Über uns“ im Stuttgarter Veranstaltungsort Look21 präsentiert. Sie decken laut Mitteilung ein breites Spektrum ab, von der Rolle privater und öffentlich-rechtlicher Medien bis zur Regulierung von Online-Plattformen, vom Umgang mit Künstlicher Intelligenz bis zu Smartphone-Regeln an Schulen.
Das Bürgerforum ist ein Projekt der Pressestiftung Baden-Württemberg. Es wird von der Baden-Württemberg Stiftung gefördert, die auch eine wissenschaftliche Begleitung in Auftrag gegeben hat. (0124/17.01.2026)