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Bündnis “Niedersachsen packt an” feiert zehnjähriges Bestehen

Das angesichts der Zuwanderung zahlreicher Flüchtlinge 2015 gegründete Integrationsbündnis „Niedersachsen packt an“ feiert sein zehnjähriges Bestehen. Um auf aktuelle gesellschaftliche Herausforderungen zu reagieren, werde die Partnerschaft künftig als „Bündnis für Integration, Demokratie & Vielfalt“ weitergeführt, teilte die Staatskanzlei am Freitag in Hannover mit.

An dem Bündnis sind neben dem Land auch Kirchen, Gewerkschaften, Unternehmen, Wohlfahrtsverbände und Kommunen beteiligt. Es war am 30. November 2015 gegründet worden, um die Eingliederung von Flüchtlingen in die Gesellschaft voranzubringen, unter anderem in Bildung und Arbeit sowie auf dem Wohnungsmarkt.

Angesichts zunehmender populistischer und demokratiefeindlicher Tendenzen wolle das Bündnis neben Integrationsthemen künftig auch die Zivilgesellschaft stärken und demokratische Werte sichern, begründete die Staatskanzlei die Umbenennung. „Als modernes Einwanderungsland treten wir für eine offene, freiheitlich-demokratische und vielfältige Gesellschaft ein“, erläuterte Niedersachsens Ministerpräsident Olaf Lies (SPD).

Niedersachsens Kultusministerin und stellvertretende Ministerpräsidentin Julia Willie Hamburg (Grüne) fügte an, das Bündnis sei „ein gelungenes Zeichen dafür, dass wir in Niedersachsen Herausforderungen gemeinsam anpacken statt rumzunörgeln“. Das Engagement der Bündnispartner mache ihr „großen Mut für die Zukunft“.

Der Bischof der Evangelisch-lutherischen Landeskirche Hannovers, Ralf Meister, nannte die bisherige Arbeit des Bündnisses eine Erfolgsgeschichte. „Unser Ziel als Bündnis bleibt, den gesellschaftlichen Zusammenhalt zu stärken“, sagte er. „Wir sind verpflichtet, klar Stellung gegen Ausgrenzung und für Solidarität zu beziehen.“