Yannic Han Biao Federer ist für seine Erzählung „Für immer seh ich dich wieder“ mit dem Buchpreis Familienroman 2025 der Stiftung Ravensburger Verlag geehrt worden. Der in Köln lebende Autor erhielt die mit 15.000 Euro dotierte Auszeichnung am Montagabend in Berlin, teilte die Stiftung mit. Der ebenfalls mit 15.000 Euro dotierte Leuchtturmpreis Ehrenamt 2025 der Stiftung ging an Tobias Nolte und Mona Hamed vom Verein „related“ in Berlin, der sich für mehr Bildungsgerechtigkeit einsetzt. Den einmalig zum 25-jährigen Stiftungsjubiläum vergebenen Sonderpreis für herausragende Bildungsinitiativen erhielt die Bildungsstätte Anne Frank aus Frankfurt am Main.
Der autobiographische Roman „Für immer seh ich dich wieder“ erzählt von einem Paar, das sein Kind wenige Wochen vor dem Geburtstermin verliert. Während Yannic und Charlotte mit einer Bürokratie kämpfen, die mit totgeborenen Kindern kaum umzugehen weiß, beginnt der Schriftsteller aufzuschreiben, was um ihn herum geschieht. Für den Laudator Uwe Wittstock ist es „ein genau durchgearbeitetes, mit artistischem Verstand geformtes Stück Literatur“.
In der 2019 gegründeten Bildungsinitiative „related“ machen sich Tobias Nolte (41) und Mona Hamed (22) aus Berlin-Neukölln für Chancengleichheit im Schulalltag stark. Mit dabei sind mittlerweile 14 Jugendliche und Pädagogen, die gemeinsam vor angehenden Lehrkräften Seminare halten, bei Konferenzen auftreten und auf Podiumsdiskussionen darüber sprechen, wie sie Kindern zu besseren Startmöglichkeiten verhelfen können.
Der Sonderpreis für die Bildungsstätte Anne Frank in Frankfurt am Main ist mit einem Preisgeld von 25.000 Euro verbunden. Das dortige Lernlabor verbindet laut Mitteilung „sehr anschaulich, niederschwellig und beeindruckend klar die unheilvolle deutsche Geschichte mit den Herausforderungen einer pluralen, demokratischen und weltoffenen Gesellschaft heute“. (3027/24.11.2025)