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Buchheim-Museum zeigt Werke des Malers Leo von König

Unter dem Titel “Liebe, Kunst & und Konventionen” zeigt das Buchheim-Museum im oberbayerischen Bernried ab 2. Dezember Werke von Leo von König (1871-1944). Der Maler gilt als herausragender Vertreter der Berliner Secession und war deren langjähriges Vorstandsmitglied. Seit 1943 wohnte er in Tutzing und lernte dort den Sammler und Autor Lothar-Günther Buchheim (1918-2007) kennen, wie es in der Ankündigung heißt. Die Freundschaft zur gesamten Familie von König habe über viele Jahre gedauert und sich zu einem sehr persönlichen Kontakt vertieft.

Grundlage für die große, bis 7. April 2024 dauernde Schau sind laut Mitteilung 48 bisher noch unbekannte Gemälde. Sie kamen demnach 2014 aus dem Nachlass der Eheleute Buchheim ins Museum. Wie die teilweise abgespannten Leinwände in Buchheims Besitz gelangt waren, konnte bisher nicht geklärt werden. Nach Einigung mit den Erben von Leo und Anna von König befindet sich die Hälfte dieses Konvoluts als Schenkung oder langfristige Leihgabe nach wie vor im Buchheim-Museum. Diese Gemälde wurden für die Ausstellung restauriert und wissenschaftlich inventarisiert, um nun erstmals der Öffentlichkeit vorgestellt zu werden.

Ihre Präsentation wird den Angaben zufolge eingewoben in eine umfangreiche Retrospektive mit weiteren Werken des Künstlers aus der Sammlung Buchheim. Dazu kommen Leihgaben aus privaten Sammlungen und Museen. Neben von Königs hoch geschätzter Porträtkunst spielten dabei auch seine weniger bekannten Landschaften, Tierbilder und mythologischen Motive eine Rolle, heißt es.

Von König werde kunsthistorisch als bedeutender Künstler seiner Zeit gewürdigt, aber auch auf der Grundlage aktueller politik- und sozialgeschichtlicher Erkenntnisse betrachtet, so das Museum. So erlebte er den politischen und gesellschaftlichen Wandel vom Kaiserreich über die Weimarer Republik bis hin zur NS-Herrschaft. Sein Werk spiegele diese Entwicklung wider.