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Brandenburg erinnert an friedliche Revolution und Mauerfall

Im Land Brandenburg ist am Sonntag an die friedliche Revolution und den Mauerfall am 9. November 1989 erinnert worden. Bei einer gemeinsamen Veranstaltung von Landtag, Landesregierung und der Aufarbeitungsbeauftragten im Kulturzentrum Rathenow wurde der Mut und die Entschlossenheit der Menschen in der DDR im Herbst 1989 gewürdigt, die mit ihren friedlichen Demonstrationen das Ende des SED-Regimes erzwangen.

Landtagspräsidentin Ulrike Liedtke (SPD) sagte, die friedliche Revolution habe damals gesiegt, weil alle dasselbe wollten. Deshalb habe sie großes Verständnis dafür, dass es im Osten ein Frühwarnsystem vor Bevormundung und vor Ideologie gebe.

Brandenburgs Finanzminister Robert Crumbach (BSW) erklärte, das, was am 9. November 1989 erreicht wurde, sei nicht selbstverständlich. Der Frieden, den wir heute genießen dürfen, sei ein Ergebnis des Mutes vieler Menschen, die nie den Glauben an die Freiheit und die Einheit der Völker verloren haben.

Die Aufarbeitungsbeauftragte Maria Nooke betonte, es sei wichtig, die Erinnerung an diese Umbruchzeit wachzuhalten und den Einsatz für Freiheit zu würdigen: „Deshalb begehen wir alljährlich den Tag des Mauerfalls, um die Geschichte der friedlichen Revolution von 1989 ins Heute zu vermitteln und Verklärungen der DDR entgegenzutreten.“

Im November 1989 kam es auch in Rathenow zu Protestkundgebungen. Erste Treffen fanden in der evangelischen Lutherkirche statt. Am 7. November demonstrierten etwa 15.000 Menschen für eine demokratische Umgestaltung der DDR.