Das Ernst-Bloch-Zentrum in Ludwigshafen beschäftigt sich schwerpunktmäßig in diesem Jahr mit der Frage, was angesichts weltweiter Krisen gegen ein weit verbreitetes Gefühl der Hoffnungslosigkeit getan werden kann. Bei einem Vortrag und drei Podiumsdiskussionen werde debattiert, ob sich utopisches Denken in der Gegenwart verbraucht habe und welche Zukunftsängste es gebe, teilte das Zentrum am Mittwoch mit. Erörtert werde aber auch, ob es neue Ansätze zu aktuellen utopischen Entwürfen gebe und wie diese zu bewerten seien.
Das Programm unter dem Motto „Hoffnungslos? Über Krise und Utopie“ startet am 14. März mit einem Vortrag der Frankfurter Philosophin und Psychotherapeutin Hanna Gekle, der letzten Assistentin des Philosophen Ernst Bloch (1885-1977). Zudem gebe es drei Podiumsdiskussionen im Format „Talk bei Bloch.Live“ am 18. April, 6. Juni und 4. Juli sowie eine Podiumsdiskussion mit Oberstufenschülern am 16. Mai. In Kooperation mit der Volkshochschule Ludwigshafen und der Integrierten Gesamtschule Ernst Bloch finde am 8. Juni ein „Festival der Hoffnung“ auf dem Ernst-Bloch-Platz statt.
Mit seinem Programmschwerpunkt reagiert das Ernst-Bloch-Zentrum nach eigenen Angaben „auf die Beobachtung, dass die weltweiten ökologischen, geopolitischen und weltanschaulichen Krisen gerade bei der jungen Generation nicht nur aktive Proteste auslösen“. Sie führten möglicherweise auch zu einer „apokalyptischen Gegenwartswahrnehmung, einer Art Endzeitempfinden“.
Das Bloch-Zentrum will ausgehend von den philosophischen Ideen Blochs ein Forum für einen gesellschaftlichen Diskurs über Zukunftsfragen bieten. Der in Ludwigshafen geborene jüdische Philosoph formulierte in seinem Hauptwerk „Das Prinzip Hoffnung“ die Utopie einer Gesellschaft, die mit Mut und Ideenkraft an ihrer Zukunft arbeitet und die Hoffnungslosigkeit überwindet.