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Blick in die Welt des unendlich Kleinen: Ausstellung in Ulm

Die ersten Mikroskope eröffneten im 17. Jahrhundert eine ganz neue Welt: Mikroorganismen wurden plötzlich sichtbar. Wie wichtig diese kleinste Welt für das Leben auf der Erde ist, beleuchtet eine neue Ausstellung in Ulm.

Mit der Welt des Mikroorganismen befasst sich ab Freitag eine Ausstellung in Ulm. Sie gibt Einblick in das Wirken von Mikroorganismen im Boden, in Lebensmitteln und im Körper, wie das Museum Brot und Kunst am Dienstag in Ulm mitteilte. Anhand von Fotos und Objekten sowie Installationen und Werken von rund 20 Künstlerinnen und Künstlern werde das sonst Unsichtbare sichtbar. “Winzige Giganten – Die Macht der Mikroorganismen” heißt die Ausstellung, die bis 12. April 2026 zu sehen ist.

Als im 17. Jahrhundert die ersten leistungsfähigen Mikroskope erfunden wurden, habe sich eine ganz neue Welt eröffnet, so die Ausstellungsmacher. “Aber erst seit dem 19. Jahrhundert beginnen wir zu verstehen, wie überaus wichtig diese Welt für das Leben auf unserem Planeten ist.” Mikroorganismen hätten das komplexe Ökosystem auf der Erde hervorgebracht und bildeten auch heute noch die Bedingung für den Kreislauf der Natur.

“Seit langem schon kooperieren wir mit bestimmten Bakterien und Pilzen, um zum Beispiel Brot und Bier, Joghurt oder Schokolade herzustellen”, betonte das Museum. Diese Lebensmittel erhielten ihren charakteristischen Geschmack erst durch deren Stoffwechselprozesse.

Bakterien, Pilze und Algen wiesen erstaunliche Fähigkeiten auf. Viele Wissenschaftler arbeiteten mit Mikroorganismen, um Lösungen für aktuelle und zukünftige Probleme zu finden. Die Ausstellung stellt die Frage: “Können uns Mikroorganismen helfen, unseren Müll zu reduzieren und den Klimawandel aufzuhalten?”

Wissenschaftlich begleitet wird die Ausstellung unter anderem durch das Helmholtz Zentrum für Umweltforschung in Halle, die Universitäten zu Hohenheim, Tübingen, Ulm, Wien und Zürich sowie die TU Berlin und TU Graz. Die Schau ist eine Kooperation mit Museum Mühlerama in Zürich.