Das katholische US-Bistum El Paso in Texas hat wegen zu erwartender Entschädigungszahlungen an Missbrauchsopfer einen Insolvenzantrag gestellt. Wie US-Medien berichten, gibt es gegen das Bistum an der Grenze zu Mexiko 12 Klagen von 18 Klägern. Diese geben an, sie seien zwischen 1956 und 1982 als Minderjährige von Geistlichen sexuell missbraucht worden.
Am Montag (Ortszeit) widmete das Bistum die jährliche Messe der Versöhnung und Hoffnung allen Überlebenden sexualisierter Gewalt durch Geistliche. Bischof Mark J. Seitz erklärte in einer Videobotschaft, er habe nach Gebet, Überlegung und Beratung entschieden, Insolvenz anzumelden, "da die finanziellen Forderungen gegen das Bistum unsere finanziellen Mittel bei weitem übersteigen". Das Gebiet sei zwar "geografisch weitläufig", aber ländlich und arm.
