Mit Zensur und Technik behindert die Junta in Myanmar das Internet und mobile Daten. Gegen Kritiker geht sie hart vor.
In Myanmar sind seit dem Putsch von 2021 rund 2.000 Menschen wegen Kritik an der Militärjunta in den sozialen Medien verhaftet worden. Das geht aus einer Analyse der Verhaftungen durch die Forschungsgruppe “Data for Myanmar” hervor, wie das unabhängige myanmarische Nachrichtenportal Mizzima am Donnerstag berichtete.
Seit Erlass des Wahlgesetzes Ende Juli dieses Jahres seien laut der Junta mindestens 90 Menschen verhaftet worden, die in den sozialen Medien Kritik an der von der Junta geplanten Wahl posteten, teilten oder darauf reagierten.
Seit dem Putsch am 1. Februar 2021 ist die Meinungsfreiheit in dem südostasiatischen Land durch Zensur, Überwachung und häufige Sperrungen von Internet und Mobilfunk stark eingeschränkt. Durch das am 31. Juli 2025 in Kraft getretene Cybersicherheitsgesetz hat das Regime seine Kontrolle des digitalen Bereichs ausgebaut. Unter anderem wird dadurch die Bereitstellung oder der Betrieb von Virtual Private Network-Diensten (VPN) ohne vorherige Genehmigung durch das Militärregime kriminalisiert.