Artikel teilen:

Bischof in Beirut hofft auf neuen Elan durch Papstbesuch

Ein “in jeder Hinsicht zerrissenes Land” – Die Hoffnung der Christen im Libanon auf den Besuch von Papst Leo XIV. am Sonntag ist groß. Warum ein Bischof die Euphorie aber bremsen muss.

Papst Leo XIV. Kann den Libanesen nach Worten von Bischof Cesar Essayan nicht die Arbeit abnehmen. Aber sein Besuch könne den Christen und Kirchen neuen Elan verleihen und das Land auf die richtige Spur bringen, sagte der Apostolische Vikar von Beirut im Interview mit der Katholischen Nachrichten-Agentur (KNA). Derzeit sei der Libanon ein “in jeder Hinsicht” zerrissenes Land, das vor dem Konkurs stehe.

Gleichzeitig bringe der Besuch des Papstes den Libanon zurück auf die internationale Bühne. Er mahnte, “den Libanon nicht anzurühren”. Dass eine Teilung des Landes entlang religiöser Linien eine Lösung für den Libanon sein könne, bezweifelte der Minoritenpater. “Eine Aufteilung des Landes würde zu ewigen Spannungen und Toten führen. Niemand rettet sich allein. Entweder retten wir uns gemeinsam, oder gehen alle unter”, so Essayan wörtlich.