Das Besondere von Weihnachten ist nach den Worten der kurhessischen Bischöfin Beate Hofmann, dass Gott als Kind zu den Menschen kommt. „Durch die Begegnung mit diesem Kind verändert sich etwas in uns, in unserer Selbstwahrnehmung und in unserer Beziehung zu Gott“, sagte Hofmann laut ihrer Pressestelle am Heiligabend in der Kasseler Martinskirche. „Gott spielt nicht mit uns, er macht uns nicht klein und wertet uns nicht ab. Gott bietet etwas anderes an: Eine Beziehung voller Vertrauen und Liebe“, sagte die Bischöfin in der Christvesper.
Diese in der Geburt Jesu begründete vertrauensvolle Beziehung zu Gott könne frei machen, hob Hofmann hervor: „Frei von Menschen, die uns nicht guttun. Frei von Süchten, die uns abhängig halten. Frei von gesellschaftlichen Zwängen, die uns erdrücken.“ Schon die Hirten, die in der biblischen Weihnachtserzählung als erste an der Krippe Jesu in Bethlehem standen, hätten erlebt und gespürt: „Wir sind Kinder Gottes, wir sind von Gott gesehene und geliebte Menschen.“ Mit dieser Erfahrung im Herzen seien sie nach Hause gegangen, um weiterzusagen, was „ihr Herz froh und weit gemacht“ habe.