Es gebe noch keinen neuen Termin für das vertagte Treffen der Bundesregierung mit deutschen Hilfswerken, erfuhr der Evangelische Pressedienst (epd) aus dem Auswärtigen Amt. Es liefen noch internationale Abstimmungen. Das Ministerium hatte kurzfristig ein für Dienstag geplantes Gespräch abgesagt, bei dem über die Konsequenzen des Beschäftigungsverbotes beraten werden sollte.
Außenministerin Annalena Baerbock (Grüne) erwägt nach Informationen aus dem Bundestag ein Aussetzen von Hilfsleistungen im Bereich Ernährungssicherung. Mehr als 20 Hilfsorganisationen lehnen dies ab. Die radikalislamischen Taliban hatten an Weihnachten erklärt, Frauen dürften nicht mehr für Hilfsorganisationen arbeiten, weil sie sich nicht an die Kleiderordnung hielten. Seitdem sind einige Ausnahmen gemacht worden, beispielsweise für den Gesundheits- und Grundschulbildungsbereich. Dennoch mussten etliche Organisationen ihre Hilfe aussetzen oder können nur sehr eingeschränkt arbeiten.
