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Berlinische Galerie zeigt Dada-Künstler Hausmann

Die Berlinische Galerie zeigt ab Freitag einen Querschnitt des Schaffens von Raoul Hausmann (1886-1971). Zu sehen sind etwa 200 Exponate von dem Mitbegründer der Berliner Dada-Bewegung. Ein Anlass für die umfassende Retrospektive ist das 50-jährige Bestehen der Berlinischen Galerie.

Der radikale Avantgardist gilt als einer der innovativsten und vielseitigsten Künstler des 20. Jahrhunderts. Hausmanns Werk umfasst Collagen und Fotomontagen, Fotografie und Malerei, Performances, visuelle Poesie sowie kunsttheoretische und literarische Schriften.

Die Berlinische Galerie, zu deren Sammlungsprofil von Anbeginn Dokumente und künstlerische Arbeiten des Berliner Dada gehörten, würdigt mit ihrer Ausstellung die ganze Bandbreite von Hausmanns Schaffen. Diese reicht von frühen expressionistischen Arbeiten über seine ersten Dada-Collagen und programmatischen Schriften zum Berliner Dada, Druckgrafik, Fotografien und Fotomontagen bis hin zu den Arbeiten, die nach 1933 im französischen Exil entstanden.

Der Dadaismus entstand während des Ersten Weltkriegs (1914-1918) und lehnte herkömmliche Kunst radikal ab. Die Dadaisten wollten mit ihrer Kunst außerdem die Absurdität und das Scheitern der bisherigen Gesellschaftsordnung vorführen.

Den Abschluss der Berliner Ausstellung bilden ausgewählte Werke des selten gezeigten Spätwerks, das sich im Musée d’art contemporain de la Haute-Vienne – Château de Rochechouart in Hausmanns letztem Wohn- und Schaffensort Limoges befindet. Die Ausstellung gibt Einblick in das Denken und Schaffen eines visionären Künstlers, der mit seinem Werk die Kunstwelt provozierte und etablierte Wahrheiten hinterfragte.