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Berliner Wald geht es schlecht

Dem Berliner Wald geht es weiterhin schlecht. Laut dem am Dienstag vorgestellten Waldzustandsbericht weisen in diesem Jahr 46 Prozent der Waldfläche deutliche Schäden auf. Das seien neun Prozentpunkte mehr als im vergangenen Jahr und der höchste im Beobachtungszeitraum erfasste Wert. Der Anteil gesunder Bäume ohne sichtbare Schäden liege bei drei Prozent. Damit werde der bisherige niedrigste Wert aus dem Jahr 2022 leicht unterschritten.

Besonders betroffen sind demnach Kiefern, bei den 40 Prozent deutliche Schäden aufweisen. 2024 waren es 13 Prozent. Der Anteil völlig gesunder Kiefern liege nur noch bei drei Prozent (2024: sieben Prozent).

Ursache sei vor allem die extreme Frühjahrestrockenheit. Die Niederschläge im Juli seien zu spät für das Nadelwachstum gekommen. Zudem sei ein Viertel der Bäume von Misteln befallen, die den Bäumen Nährstoffe und Wasser entziehen.

Verbessert hat sich dagegen der Zustand der Eiche, auch wenn er weiterhin auf schlechtem Niveau liege, wie es heißt. 66 Prozent der Eichen zeigten deutliche Schäden nach 87 Prozent im Jahr 2024. Spätfröste Anfang April hätten auch in diesem Jahr den Blattaustrieb negativ beeinflusst. Nur zwei Prozent wiesen in diesem Jahr keine Schäden auf.

Hauptursachen für die Schäden seien das trockene Frühjahr 2025 und die anhaltende Bodentrockenheit seit 2018. Viele Bäume zeigten seit Jahren eine reduzierte Stoffwechselaktivität, die ihre Regenerationsfähigkeit einschränkt. In der Folge würden von 10.000 Bäumen im Mittel 27 Kiefern beziehungsweise 48 Eichen absterben.