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Bericht: Schleswig-Holsteins Wälder stabilisieren sich

Schleswig-Holsteins Wälder sind 2025 in einem stabileren Zustand als im Vorjahr. Das geht aus dem Waldzustandsbericht hervor, den Forstministerin Cornelia Schmachtenberg (CDU) am Freitag in Bossee vorgestellt hat. Laut Landwirtschaftsministerium ist der Anteil der stark geschädigten Bäume auf 2,9 Prozent (2024: 3,0 Prozent) zurückgegangen. Zudem sei die mittlere Kronenverlichtung auf 22 Prozent gesunken und liege damit leicht unter dem Vorjahreswert von 23 Prozent. „Nach Jahren mit Trockenheit und Stürmen zeigen sich unsere Wälder robuster“, sagte Schmachtenberg.

Von den 3.072 untersuchten Bäumen sind demnach lediglich sechs abgestorben. Weitere 15 Bäume sind witterungs- oder schadbedingt ausgefallen. Die Ausfallquote liege damit unter einem Prozent. Dazu habe die insgesamt günstige Witterung beigetragen. Trotz einer Trockenperiode von Februar bis Juli hätten hohe Niederschläge im Juli für Entlastung gesorgt, hieß es.

Auch die Entwicklung der Waldböden sei positiv. Der zunehmende Anteil nährstoffreicher Humusformen deute auf eine verbesserte Nährstoffdynamik hin und zeige den Erfolg des Waldumbaus in Schleswig-Holstein.

Dazu trage das Projekt „BaEm“ bei, in dem Baumarten anhand von Kriterien wie Trockenstress, Sturmrisiko, Kohlenstoffspeicherung und acht Klimaszenarien bewertet werden. Ziel sei es, klimaresiliente Mischwälder gezielt zu fördern. Mit der „BaEm-App“ können Waldbesitzerinnen und Waldbesitzer in Schleswig-Holstein passende Baumarten für ihre Wälder auswählen.

„Die Waldzustandserhebung zeigt, dass wir beim Waldschutz und der Anpassung an den Klimawandel auf dem richtigen Weg sind. Ziel bleibt ein vielfältiger, stabiler Mischwald, der Stürmen, Trockenheit und Starkregen besser standhält“, betonte Ministerin Schmachtenberg.

Die Waldzustandserhebung wird jährlich in Kooperation mit der Nordwestdeutschen Forstlichen Versuchsanstalt durchgeführt. 2025 wurden in Schleswig-Holstein 3.072 Bäume auf 32 Dauerbeobachtungsflächen untersucht. Seit Mitte der 1980er Jahre dokumentieren die Daten die Auswirkungen von Klima, Schadstoffeinträgen und Forstschädlingen auf die Vitalität der Wälder.