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Beirat fordert klimafreundliche Investitionen

Brandenburgs wissenschaftlicher Klimabeirat empfiehlt, die drei Milliarden Euro für das Land aus dem Sondervermögen des Bundes klimafreundlich einzusetzen. Die Landesregierung sollte die Mittel „als Hebel für die Umsetzung des Brandenburger Klimaplans“ nutzen, erklärte der Beirat am Mittwoch in Potsdam. Wenn die Gelder konsequent im Sinne einer klimaneutralen Transformation eingesetzt würden, könne „Brandenburg nicht nur die Grundlagen für eine nachhaltige Daseinsvorsorge schaffen, sondern zum Vorreiter einer modernen, resilienten und klimafreundlichen Regionalentwicklung werden“.

Investitionen in die Wasserinfrastruktur, in klimafreundliche Energie- und Wärmenetze, nachhaltige Verkehrskonzepte, Bildung und Gesundheit leisteten nicht nur einen Beitrag zur Klimaneutralität, sondern sicherten langfristig die Zukunftsfähigkeit, Wettbewerbsfähigkeit und Resilienz Brandenburgs, betonte der Beirat. Maßnahmen, die wie der Bau neuer fossiler Infrastrukturen den Ausstoß von Treibhausgasen erhöhen, widersprächen den Zielen des Sondervermögens und sollten keine Förderung erhalten.

Der Beiratsvorsitzende Hermann Lotze Campen betonte, Infrastrukturentwicklung und Klimaschutz sollten als gemeinsame Schwerpunkte behandelt werden, nicht als gegensätzliche Ziele. Alle Investitionen sollten mit dem Ziel der Klimaneutralität bis 2045 vereinbar sein und den zu erwartenden Extremereignissen in den nächsten Jahrzehnten standhalten. Dem Klimabeirat gehören zwölf Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler führender Forschungseinrichtungen an. Er berät die Landesregierung.