Behörde rät: Keine Tiere unterm Weihnachtsbaum

Das Regierungspräsidium (RP) Gießen rät von Tieren als Weihnachtsgeschenk ab. „Die Erfahrung zeigt, dass die Freude an den Tieren oft nicht anhält und viele über kurz oder lang im Tierheim landen“, sagte die für Artenschutz zuständige Behördenmitarbeiterin Inga Ornizan am Dienstag. Vor allem die Haltung exotischer Tiere erfordere viel Sachkenntnis.

So benötigten manche Tierarten Terrarien mit hohen Temperaturen, die Energiekosten verursachten. Für geschützte Arten müssten bestimmte Papiere vorliegen, und sie müssten bei der zuständigen Artenschutzbehörde registriert sein. Insgesamt seien die Preise für Futter, Ausstattung und Tierarzt gestiegen. Einige Tiere wie etwa Schildkröten würden zudem sehr alt.

„Viele Tierheime sind bereits jetzt voll ausgelastet, manche haben einen Aufnahmestopp ausgesprochen“, betonte Ornizan. Auch Tierschutzorganisationen wie Tasso raten von Tieren unter dem Weihnachtsbaum ab. Vor allem kleine Heimtiere wie Kaninchen und Meerschweinchen seien beliebte Weihnachtsgeschenke, deren Haltung jedoch sehr anspruchsvoll sei. Die RP-Mitarbeiterin rät, stattdessen eine Tierpatenschaft zu verschenken, die viele Tierheime und Tierparks anbieten, zum Beispiel der Vogelpark Schotten im Vogelsberg.

👋 Unser Social Media