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Bedford-Strohm hält Auftakt-Referat zu Bonhoeffer in Passau

Der evangelische Theologe und frühere bayerische Landesbischof Heinrich Bedford-Strohm hält am 13. März in Passau einen Vortrag mit dem Titel „Beten, Tun des Gerechten und Warten auf Gottes Zeit. Dietrich Bonhoeffer und seine Zeit“. Das Referat zum 80. Todestag des Theologen und Widerstandskämpfers Bonhoeffer (1906-1945) bildet laut kirchlicher Internetseite den Auftakt einer Veranstaltungsreihe im Dekanatsbezirk Passau.

Die beiden Passauer evangelischen Gemeinden St. Johannes und St. Matthäus laden anlässlich des 80. Todestag Bonhoeffers zu einer Predigtreihe ein, die überschrieben ist mit dem Titel „Zuschauen und Nichtstun sind keine christlichen Handlungen“. Der Vortrag von Heinrich Bedford-Strohm, dem Vorsitzenden des Weltkirchenrats und früheren Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), beginnt um 19 Uhr im Evangelischen Zentrum Sankt Matthäus.

Dietrich Bonhoeffer wurde 1906 in Breslau geboren und entwickelte sich mit Anfang 20 zu einem theologischen Ausnahmetalent. Von Anfang an kritisierte er das nationalsozialistische Regime für dessen Rassenpolitik und wurde Mitglied der Bekennenden Kirche. Während des Kriegs bis zu seiner Verhaftung im Jahr 1943 arbeitete er für den militärischen Auslandsgeheimdienst bei der Wehrmacht. Durch seine Arbeit kam er mit dem militärischen Widerstand gegen Hitler in Kontakt. Kurz vor Kriegsende wurde er am 9. April 1945 auf Hitlers Befehl im Konzentrationslager Flossenbürg ermordet. (0479/11.02.2025)